die letzten Tage meines faulen Großstädter Lebens sind angebrochen. Am Donnerstag geht es los mit meinem fünf wöchigen Drehmarathon. Als erstes werde mich als D.O.P. bewähren müssen, dann gehts weiter als 1. AC, Script-Continuity, 1. AD und schließlich werde ich als Gaffer den Marathon beenden.
Den letzten freien Sonntag haben Romy und ich mit ganz vielen anderen internationalen Studenten beim Ice Fishing verbracht. Es ging morgens um 10 los und nach 2-stündiger Busfahrt kamen wir an unserem Ziel an. Ich musste relativ schnell wieder feststellen das Europäische Romantik mit Nordamerikanischer Realität einfach nicht zu vereinbaren ist. Anstatt einsamer Hütten aus schweren kanadischen Eichen und einsamer Anglerromantik erwartete uns ein künstlich angelegtes Touristen Dorf mit geheizten Bungalows, elektrischen Leitungen, Parkplätzen und Autos.
Nachdem wir dann auf die verschiedenen Hütten zugeteilt wurden erhielten wir eine kurze Einweisung und konnten gleich mit dem Fischen anfangen. Es ging keine 2 Minuten bis auch der erste Fisch gebissen hatte. Unsere Hütte stellte mit David's Hilfe den absoluten Anglerrekord auf. In vier Stunden fingen wir insgesamt etwa 25 Fische. Gnädigerweise haben wir uns relativ schnell entschieden nicht alle zu töten, sondern nur die größten zu behalten.
Nachdem wir beim Fischen selber recht viel Glück hatten ging es mit dem Ausnehmen und Kochen weiter. Dank glücklicher Erfahrungen aus meiner Jugend und recht geringem Ekelgefühl durfte ich dann auch die meisten unserer Fische ausnehmen. So viel Blut und Eingeweide hab ich selten auf einem Haufen gesehen. Beweisfotos sind natürlich schon online. Philip hat das Kochen übernommen und so waren wir eigentlich die einzige Hütte, die vom Angeln auch wirklich satt wurde und nicht auf die mitgebrachten 5min Nudeln zurück greifen musste.
Das alles war ein ziemlicher Spaß und nach 4 Stunden Frischluft sind Romy und ich am Abend ziemlich schnell eingeschlafen. Glücklich und Zufrieden.
Montag, 28. Januar 2008
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