so oder so ähnlich lässt sich wohl am ehesten beschreiben, was die letzten Tage so in mir vorgeht. Nicht nur das die Zeit, wie im Flug vergeht, und das tut sie wirklich. Auch Dinge, die mir anfangs hier völlig fremd waren fangen an alltäglich zu sein.
Ich hab inzwischen nicht nur gelernt, wie man die kanadische Milch öffnet. Ich treffe Menschen, frage how are you? und erwarte nicht wirklich eine Antwort. Zum Rauchen stell ich mich brav hinter die gelbe Linie und fange nicht an zu meckern. In Fahrstühlen krieg ich keine Platzangst mehr, weil in den 11. oder 18. Stock will ich einfach nicht laufen. Poutine ist zu einem meiner neuen Lieblingsgerichte geworden und das obwohl der Käse nach nichts schmeckt. Wenn jemand auf der Straße nach Kleingeld fragt fühl ich mich nicht mehr komisch sondern lauf einfach weiter, meistens ohne zu reagieren. Die vielen Sexshops und Table Dance Läden gehören zu meiner Umgebung. Bier und Wein kauf ich immer vor 23 Uhr und ja ich fahre öffentliche Verkehrsmittel und kein Auto...
Und das alles in sage und schreibe noch nicht einmal eineinhalb Monaten. Montreal wächst mir von Tag zu Tag mehr ans Herz. Nicht das hier alles so viel schöner ist, es ist nur einfach anders. Größer und spannender, neu und so ungewohnt. Es gibt hier nichts, das es nicht gibt! Wirklich nichts! Das es mir hier so gut gefällt liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir seit unserer Ankunft vielleicht 5 Regentage hatten und die restlichen Tage voller Sonnenschein und angenehmer Temperaturen gerade dazu eingeladen haben Montreal zu genießen. Ich freu mich schon jetzt darauf all denen, die uns besuchen kommen diese wunderbare Stadt zu zeigen. Zusammen in Restaurants essen gehen, in denen man nicht mal das Land kennt aus der das Essen stammt. Abends auf den Mont Royal fahren und einfach die Aussicht genießen und tagsüber einfach durch die Stadt spazieren und sich von allen Reizen überfluten lassen.
So und damit ich jetzt keine eifersüchtigen Emails bekomme höre ich besser auf so zu schwärmen und euch vom wunderschönen Kanada zu erzählen. Ich werde mich jetzt mal noch auf die Suche nach einer Landkarte machen, denn am Wochenende steht für uns vier Deutsche (Romy, Susann, Philip und mich) der erste Roadtrip an. Wir werden nach Maine, USA fahren um dort ans Meer zu gehen und den Indian Summer zu genießen. Haltet die Ohren steif und Kopf hoch!
Dienstag, 2. Oktober 2007
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
1 Kommentar:
Hallo liebe Bohne, voll Begeisterung lese ich Deine Berichte und freue mich für Dich, dass es dir bzw. euch gut geht und ihr viele neue Eindrücke sammeln könnt. Liebe Grüße auch an Romy, Philip u. Susan von Deiner Ma
Kommentar veröffentlichen